Was ich Liebe und was ich nicht Liebe 5.0

Das wichtigste in dieser Woche war die gemeinsame Zeit mit meiner Familie. In stressigen Zeiten muss man sich auch mal wieder etwas Zeit füreinander nehmen und die kleinen Dinge im Leben genießen. So wie ein spontanes Pizzaessen am Nachmittag in der Stadt und einer Grünkohlwanderung in der Nachbarschaft. Eine Gemeinschaft, ein Spaziergang mit zwei Pausen und einem Essen in großer Runde. Sowas schweißt zusammen und lässt mich die wirklich wichtigen Dinge im Leben erkennen.

Das sind:

Meine Tochter und mein Mann

Eine Gemeinschaft, die wirklich noch eine Gemeinschaft ist

Die Natur und die Umgebung

Ein stabiles Zuhause

Was ich nicht geliebt habe:

  1. Warten. Warten bedeutet für mich Stillstand. Warten auf eine Entscheidung. Warten auf einen Rückruf. Warten auf bessere Tage. Warten auf besseres Wetter.     Es gibt so viele Momente im Leben, in denen man wartet. Einerseits ist Warten ja
    auch was  
    Positives zB. wenn manche Dinge einfach auch ihre Zeit brauchen oder  man    sich wieder mehr auf sich fokussieren will. Doch wenn ich auf etwas warten soll, das für mich von Bedeutung ist, dann fällt mir das sehr schwer.      Beispielsweise auf ein Gutachten, das 4 Wochen braucht. In dieser Zeit kann man nichts machen außer zu warten. Das Hauptproblem ist aber, dass ständig neue Strategien im Kopf      entstehen und Überlegungen, die sich nur darum drehen. Von diesem Gutachten hängt alles ab und die Zeit ist knapp bemessen. Alles muss innerhalb von 6 Wochen über die Bühne gegangen sein. Gerade dann ist Warten das Schlimmste, nämlich wenn es eine Deadline gibt.

  2.  Das Gefühl mehr zu geben als mir zurückgegeben wird. Dieses Gefühl hat mich       diese Woche begleitet. Warum? Weil bei mir momentan wichtige
     Entscheidungen anstehen. Entscheidungen, die mein restliches Leben beeinflussen werden. Es ist eine wichtige und schwierige Phase in meinem Leben. Ja, mit unangenehmen Themen konfrontiert zu werden ist normal und gehört dazu. Auch wenn ich erwachsen bin und alleine Entscheidungen treffen kann sind Ansprechpartner wie die eigenen Eltern wichtig. Was ist los?
    Es kommt keine Reaktion auf jegliche Kommunikationsarten. Es wird geschwiegen und verdrängt. Irgendwie macht mich das traurig. Ich ging davon aus, dass Familie gerade in schwierigen Zeiten zusammenhält und Rückhalt bietet. Dazu gehören meine Eltern aber momentan nicht. Zu erkennen, dass jeder für sich kämpft ohne Absprache, ohne Ziel, ist für mich schwer nachvollziehbar. Ich kann nur hoffen, dass sich das in den nächsten Wochen wieder ändert

    Was ich Liebe:

    1.Das tolle Frühlingswetter. Ich bin ein Sonnenmensch. Ich brauche Sonne in meinem Alltag. Ich bin viel kraftvoller und vitaler als ohne Sonne. Allein das Wärmegefühl im Gesicht nach einem Tag mit Sonne. Das tut mir unheimlich gut.

    2. Grünkohlwanderung. Ja, was ist das denn? Ich weiß nicht, ob es dieses Ritual häufiger     gibt, aber bei uns ist es Tradition. Eine von der freiwilligen Feuerwehr organisierte          kleine Wanderung mit Pausen. Die Pausen werden selbstverständlich ausgiebig                 genutzt für Bier, Schnaps und kleine Snacks. Eine Tour bei der jegliche Generationen         teilnehmen. Am Ende geht’s ins Lokal zum Grünkohlessen. Die Stimmung ist super und     die Gemeinschaft wird gestärkt. Man unterhält sich mit Leuten, die man selten bis gar       nicht sieht und jeder wird so genommen wie er ist. Jeder Mensch, jede Familie lebt auf     ihre Weise. Kinder, Hunde, ältere Herrschaften alle sind gut drauf und freuen sich             hinterher auf ein leckeres Essen. Für mich ist das sehr kostbar und deshalb ist es auch     so wichtig in dieser Gemeinschaft zu bleiben.

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Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist ein großer Lebensabschnitt und ich gebe einen kleinen Einblick in wichtige Voraussetzungen für eine gesunde und ausgeglichene Schwangerschaft

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Heute widme ich mich dem Thema Schwangerschaft. Die Schwangerschaft einer Frau ist eine spannende, faszinierende und glückliche Zeit. Wie ich schon einmal erwähnte geht die Gabe auf die Zeichen des Körpers zu hören immer mehr verloren. Gerade während der Schwangerschaft ist es wichtig ein gutes Verhältnis zu seinem Körper zu haben und einen klaren Kopf zu bewahren. Jede Schwangerschaft verläuft anders. Es gibt kein Vorbild, nach dem alles funktioniert. Das liegt an den Hormonen der Frau. Es liegt aber auch zu einem großen Teil an der Persönlichkeit einer schwangeren Frau. Je gelassener die Schwangere ist, desto besser die Schwangerschaft. Es ist ganz normal sich Gedanken zu machen, welche Veränderungen nun im Körper und im Leben geschehen.

Es ist auch legitim Ängste und Sorgen zu haben, doch es ist viel wichtiger sich auf das heranwachsende Lebewesen zu freuen. Alles andere wird sich zeigen und Fragen, die bestehen werden beanwortet sobald die Zeit dafür gekommen ist.

Was passiert denn nun während einer Schwangerschaft?

Jede Schwangerschaft wird in 3 Trimester/Trimenon eingeteilt und jede dieser Phasen ist unterschiedlich

                                                         

                                                            Trimester

Das 1. Trimester umfasst die ersten 12 Wochen und beginnt bereits mit dem 1. Tag der letzten Periode. Der Arzt berechnet anhand dieser Daten dann den Geburtstermin.

Die erste Phase ist sehr wichtig, weil sich die Organe und Extremitäten (Arme/Beine etc.) bilden.

In dieser Zeit kommt es zu Hormonausschüttung, die bei jeder Schwangeren unterschiedlich wirken. Manche haben Übelkeit, manche Müdigkeit, manche Appetitlosigkeit, manche sind geruchssensibel, manche können auch launisch oder ängstlich sein oder vor Glück tanzen. Einen Bauch sieht man da eher weniger. Während dieser Phase sind Stress, Alkohol, Nikotin schlechte Einflüsse auf das heranwachsende Baby. 

Ich möchte jetzt nicht auf Alkohol oder Nikotin eingehen, sondern auf Stress. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ganz unterschiedliche Arten von Stress gibt. Es gibt positiven und negativen Stress. Der negative Stress hat einen großen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft. Stressfakrtoren können unbewusst sein und anfangs nicht spürbar. Doch es ist wichtig herauszufinden welche Stressfakrtoren vermieden werden können. Dieser Prozess dauert, aber es lohnt sich. Sind es Ängste, Sorgen oder äußere Faktoren. Manchmal können es auch Personen im sozialen Umfeld sein. Gerüche, visuelle oder akustische Reize können ebenfalls Stress auslösen. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass Medien einen großen Reiz haben. Gerade in Arztserien oder Hollywood Filmen wird ein Bild von einer Schwangeren gezeigt, dass immer dramatisch ist. Entweder es passiert der Mutter etwas oder dem Ungeborenen oder beiden.

In manchen Filmen werden Schwangerschaften gezeigt, die vollkommen übertrieben dargestellt werden. Zum Beispiel eine Frau, die nur vor dem Klo sitzt und die 30kg oder mehr wiegt, deren Körper furchtbar aussieht und die ihren Partner durch die Gegend scheucht.

Wenn ich sowas sehe empfinde ich eine Schwangerschaft als das Schlimmste nach der Geburt, was einer Frau je passieren kann.

Doch genau das Gegenteil sollte gezeigt werden. Mütter, die sich auf ihre Kinder freuen. Mütter, die entspannt sind. Mütter, die während der Schwangerschaft arbeiten und sich viel bewegen. Das ist wichtig. Ich bin fest davon überzeugt, dass viele Kaiserschnitte überflüssig wären, wenn das Stresslevel einer Schwangeren deutlich geringer ist. 

Nun kommt das 2. Trimester

Jetzt wächst der Bauch und das Baby. In dieser Phase können bereits Tritte oder Bewegungen gespürt werden. Die Beschwerden der ersten 12 Wochen werden weniger und jetzt kann man sich schon langsam auf das Baby vorbereiten. Viele Schwangere fühlen sich besser in dieser Zeit. Die Vorfreude steigt. Jetzt können sich Schwangere auch wieder besser bewegen.

Bewegung ist während der Schwangerschaft sehr wichtig. Einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft macht den Kopf frei und sorgt für Endrophinausschüttung. Ich finde es außerdem wichtig, dass Schwangere während der Zeit arbeiten oder sich geistig beschäftigen. Nur rumsitzen und sich Gedanken über die Geburt zu machen ist kontraproduktiv. Deshalb ist es gut, wenn eine schwangere Frau noch so arbeiten geht wie sie es kann. Dazu ist wiederum ein gutes Verhältnis zum Körper von nutzen, denn dann können Zeichen der Überforderung schneller erkannt werden.

Das 3. Trimester

Hier werden nun in regelmäßigen Abständen die Wehen gemessen und der Bauch wächst zum Zugucken. In dieser Phase kann es zu Flüssigkeitsansammlungen an den Beinen/Füßen kommen. Auch ist das Bewegen mit dem größeren Bauch beschwerlicher und vor allem der Schlaf nicht mehr so erholsam. Dazu kommen die Gedanken an die bevorstehende Geburt und die Vorfreude endlich das kleine Wesen in den Armen zu halten. Und hoffentlich endet die Geburt für Mutter und Kind in einer friedvollen und guten Spontangeburt. 

Um noch einmal auf das Thema Stress zurückzukommen. Ich bin überzeugt davon, dass das ungeborene Kind all die Emotionen der Mutter wahrnimmt. Genau so wie das Kind Musik wahrnehmen kann, sobald es hören kann, so kann es auch Stress wahrnehmen.

Ich hatte damals bei meiner Schwangerschaft einen Beweis dafür, dass sich Stress auf die Wehentätigkeit auswirkt. Dazu komme ich im Verlauf meines Berichtes über meine eigene Schwangerschaft.

Ich möchte euch jetzt ein wenig von meiner Schwangerschaft berichten und dadurch verdeutlichen, wie wichtig es ist ausgeglichen zu sein und ein gutes Verhältnis zum eigenen Körper zu haben. Wie ich schon im vorherigen Beitrag schrieb geht diese Gabe immer mehr verloren. Dabei ist gerade die Schwangerschaft wie dafür geschaffen genau hinzuhören und zu fühlen.

Mein persönliches Schwangerschaftserlebnis

Ich hatte eine wunderschöne Schwangerschaft, auch wenn meine Umstände alles andere als passend für ein Baby waren. Ich steckte im letzten Abschnitt meiner Physioausbildung, als ich von der Nachricht erfuhr. Mir gingen Dinge und Gefühle durch denk Kopf. „Schaffe ich das. Bin ich eine gute Mutter. Bekomme ich Schwangerschaft und Ausbildung unter einen Hut. Ist die Beziehung zum Partner stark genug.“

Nachdem mein Partner von meiner Schwangerschaft erfuhr und er mir seine Unterstützung zugesichert hat, habe ich mich für das Kind und die Ausbildung entschieden. Von da an gab es nur ein Ziel die Ausbildung und Schwangerschaft zu vereinen. Ich habe mit meinem heranwachsenden Lebewesen einen Deal ausgemacht. „Wenn es mir hilft die Ausbildung zu bestehen, dann bin ich danach mein Leben lang für das Kind da.“ So habe ich meinem Kind und mir signalisiert, dass wir ein Team sind. Dass es nur zusammen funktioniert. Und ich bin so froh, dass alles gut gegangen ist.

Ich bin jeden Tag 70km mit dem Zug nach Hamburg gependelt, dadurch hatte ich ständig Bewegung und die trotzdem den Ausgleich in der Schule durch das Sitzen. Ich habe alles so mitgemacht wie es für mich möglich war. Ich habe nie die Schwangerschaft als Grund vorgeschoben. Im Gegenteil, denn ich habe mich jeden Morgen gefreut auf meine Kollegen, meine Dozenten und auf die Zugfahrt nach Hamburg. 

Die letzten 7 Monate der Ausbildung waren sehr intensiv, aber ohne die Unterstützung meiner Familie sowie der Dozenten, wäre ich nicht soweit gekommen. Bei all dem Lernstress, habe ich mir trotzdem immer die Zeit für mein kleines Wesen genommen. Abends wenn ich Zuhause war, habe ich über den Bauch gestreichelt und mich bedankt oder erzählt. Mein Freund hat sich auch lieb mit dem Wesen in meinem Bauch beschäftigt. Das Baby wusste immer, dass es Willkommen ist und mit Spannung erwartet wird.

Doch es gab kurz vor dem Examen eine Auseinandersetzung mit einer Dozentin über die ich mich noch lange geärgert hatte. Am Abend hatte ich meine erste CTG-Untersuchung und es zeigten sich in geringen Abständen Wehen. Eigentlich sollte es in diesem Stadium keine einzige Wehe geben, doch meine Aufregung war so groß. Jetzt war mir ganz deutlich bewusst, dass alles einen Einfluss auf das Kind und den Körper haben kann. Die Untersuchungen danach waren alle unauffällig. 

Ich habe durch die Ausbildung so viel gelernt und über das Thema Schwangerschaft, über Geburt, über Atemtechniken und Entspannungstechniken. Ich hätte mir den Geburtsvorbereitungskurs sparen können. Ich fühlte mich gut auf die Geburt vorbereitet und hoffte zum Schluss, dass ich mein Kind bald in meinen Armen halten darf. Außerdem wollte ich meinen Körper dann auch mal wieder für mich haben. 

Ich empfand die Schwangerschaft als angenehme und wunderschöne Zeit. Schon zu Beginn waren wir ein Herz und eine Seele. Ich bin überzeugt, dass der Verlauf der Schwangerschaft auf meine Einstellung und meine Ausgeglichenheit zurückzuführen sind. 

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und hoffe, dass eure Schwangerschaft/Schwangerschaften ebenso positiv verlaufen. Denkt daran, dass eure Einstellung, eure Gedanken und Gefühle, dass alles einen Einfluss auf das Baby und die Schwangerschaft hat. Seid euch bewusst darüber was ihr guckt, was euch stresst und was euch glücklich macht. Nehmt euch die Zeit und hört in euren Bauch, fühlt die Tritte und freut euch auf das wunderbarste Geschenk in eurem Leben.

Unterschiede

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Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Unterschiede es zwischen kleinen Kindern gibt, die dennoch vom Alter her gleich sind. Heute war das wieder ganz eindeutig zu sehen. Meine Tochter und ein Mädchen im selben Alter sind 3 Tage auseinander.

Interaktion

Allein die Interaktion zwischen ihnen als auch getrennt voneinander war komplett anders.

Das 3 Tage ältere Mädchen ist das dritte Kind und ist ganz schön robust und tobt mit den Brüdern rum. Meine Tochter dagegen beobachtet Situationen und steht trotzdem in ständiger Kommunikation zu ihren Mitmenschen. Mit einem Strahlen in den Augen und mit ihrer kompletten Körpersprache war sie dem älteren Mädchen weit voraus. Bis auf die Größe.

Zuckerkonsum

Auch der Zuckerkonsum war ein großer Unterschied. Ich achte sehr darauf, dass meine Tochter wenig bis gar keinen Zucker bekommt. Fruchtzucker ist vollkommen erlaubt, aber weißer Zucker vermeide ich. Es beschränkt sich auf maximal 3 Vollkornkekse am Tag. Doch das andere Mädchen griff beherzt zu als die Gummibärchen und Schokoküsse auf den Tisch kamen. Mag sein, dass als Dritte das Verhältnis zu Süßigkeiten ein anderes ist und daher schwieriger ist zu verbieten.

Dazu muss ich sagen, dass ich meiner Tochter Zucker nicht verbieten muss. Sie isst automatisch wenig Zucker. Mal ein Stück Schokolade, aber das ist eine Ausnahme. Heute beim Abendessen gab es Eis zum Nachtisch, weil wir Essen waren. Wir haben ihr einen Löffel angeboten, aber sie wollte das nicht. Sie wollte kein Eis und das kommt nur aus ihr selbst heraus ohne, dass wir ihr das verbieten würden.

Ich bin sowieso immer wieder überrascht in welch jungen Jahren Kinder oder auch Babys mit Zucker in Berührung kommen. Wir haben mittlerweile alle aus den Medien und sozialen Netzwerken gehört, dass Zucker auf lange Sicht hin schädlich ist. Gesundheitsschädlich!

Ich gestehe, dass ich auch eine Naschkatze bin, vor allem als Jugendliche und ich hatte damals auch ein ganz schönes Bäuchlein. Das habe ich mittlerweile ganz gut im Griff. Ich gestatte mir auch mal Süßigkeiten am Tag zu essen, weil ich es manchmal für meinen Blutzucker brauche und ich will nicht zwanghaft auf Zucker verzichten. Ich denke, dass die Einschränkung im Kopf dafür sorgt, dass man dann erst recht krank wird. Deshalb gestatte ich mir mal eine Schokolade oder einen Keks, manchmal auch mehr. Ich würde sagen, dass ich mir bewusst darüber bin.

Als meine Tochter etwa 7 Monate alt war und wir eine Routine in der Beikost erreicht hatten, habe ich einmal nicht aufgepasst. Bei Rossmann holte ich Babybrei und weil ich ihr mal etwas mit Geschmack bieten wollte dachte ich dieser Erdbeerbrei wäre doch mal eine Alternative. Ich war unaufmerksam, habe auf der Vorderseite lauter Vitamine stehen sehen und habe mir die Rückseite nicht angesehen bzw. in dem Fall die Seite. Eines morgens beim Frühstück probierten wir diesen Erdbeerbrei aus. Ich habe mich schon beim Vorbereiten gewundert was da so glitzert. Beim Probieren dann den blanken Zucker zwischen den Zähnen gespürt.

Ich war geschockt als ich sah wie viel Zucker da wirklich drin war. Noch geschockter war ich, dass die Hersteller diesen Brei ab 6 Monaten empfehlen.

Wie kann sowas unterstützen? Einem Baby mit so viel Zucker in Berührung kommen zu lassen ist fahrlässig und gesundheitsgefährdend. Nicht nur, dass Rossmann das als Eigenmarke anbietet, sondern dass Eltern so blind und unbewusst durchs Leben laufen und sowas kaufen.

Ich habe direkt an Rossmann geschrieben und gesagt, dass ich ihre Eigenmarke nicht mehr kaufen werde. Ich unterstütze es nicht, dass unsere Kinder absichtlich krank gemacht werden.

ADHS, Autismus, Diabetes, Fettleibigkeit und Unausgeglichenheit sind Folgen davon. Ich bin als Elternteil dafür zuständig, dass es meinem Kind gutgeht und dass es gesund aufwächst. Ich bin dafür zuständig, dass es einen vernünftigen Umgang mit Zucker lernt oder mit Süßigkeiten.

Kommunikation

Ich bin aber auch eine Mutter, die mit ihrem Kind viel kommuniziert und Alternativen biete. Ich bin ausgeglichen und einfühlsam. Ich nehme mir die Zeit meiner Tochter auch mal was zu erklären. Ich rede mit Tieren, ich rede generell auch viel mit Dingen. Wir lesen viele Bücher, was von meiner Tochter gefordert wird. 1/3 des Tages besteht bei uns aus Bücher gucken und Bücher lesen.

Trotzdem wäre ich in manchen Situationen gelassener. Beispielsweise wenn ein Termin ansteht und im letzten Moment der Wasserbecher umgeschmissen wird. Natürlich unabsichtlich. Da bin ich dann doch oft laut. Doch ich gehe dann auch auf meine Tochter zu und sage ihr, dass ich es nicht böse meine und dass ich ihr nicht böse bin.

So finde ich immer wieder einen Weg wie ich mir bewusst darüber bin wie ich mit meiner Tochter umgehe.

Mein Mann ist da ähnlich wie ich. Wir teilen uns die Aufgaben wirklich gut ein und keiner von uns ist gestresst wegen des Kindes. Das ist uns nämlich das allerwichtigste.

Dem Kind so wenig Stresssituationen aussetzen wie möglich. Das lässt sich nicht immer vermeiden, aber es ist enorm wichtig für die Stabilität im Leben. Negativer Stress ist nämlich auch gesundheitsgefährdend für Kinder und Jugendliche.

Diese Stresssituationen sind allerdings unserer Gesellschaft geschuldet. Dem ständigen hinter- her-rennen für Geld. Immer höher, weiter, schneller, besser. Das macht uns kaputt und das macht unsere Kinder kaputt. Die Preise steigen, die Arbeitszeit wird erhöht usw.

Deshalb bin ich auch so froh auf dem Land zu leben, wo diese Schnelllebigkeit weniger ankommt. Der Umgang mit der Natur.

Der Umgang mit den Tieren.

Der Umgang mit den Mitmenschen.

Der Umgang mit gesunder, ausgewogener Ernährung.

Das ist viel wichtiger als alles Geld der Welt.

Das sind Werte, die ich meinem Kind gegenüber vermitteln muss.

Das hat Priorität.

Zum Tag der Liebe

Morgen ist wie jedes Jahr am 14.02. Valentinstag. Der Tag der LIEBE. Sollte es nicht eigentlich so sein, dass jeden Tag der Tag der LIEBE ist. Das kann man doch stattdessen jeden Tag machen. Jeden Tag aufwachen und es lieben auf der Welt zu sein. Dafür braucht es keinen speziellen und auch kommerziellen Tag. LIEBE gibt es in so vielen Formen und Größen. Manchmal so klein wie ein Käfer. Manchmal so groß, dass keine Worte ausreichen um es zu beschreiben. LIEBE gibt es überall. Manche können sie besser zeigen als andere. LIEBE ist der Motor, der uns antreibt. LIEBE ist viel stärker als HASS und verbindet jegliche Kulturen und Typen von Menschen. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich Liebe das Leben und dafür braucht es keinen Valentinstag. Die Schönheit der Natur, die Schönheit der Tiere und die Schönheit der Musik, mit der ich mich umgebe. Das alles lässt mich ein Teil des Ganzen werden. Und jemanden zu haben, der an einen glaubt gibt mir unheimlich viel Kraft. In diesem Sinne. EIN HOCH AUF DIE LIEBE FÜRS LEBEN!!!!

Warum diese Flyer meiner Mutter etwas mit Liebe zu tun haben?

Meine Mutter ist eine wahre Künstlerin, nur konnte sie ihr Talent nie so leben wie sie es wollte. Das lag zum großen Teil auch daran, dass die Firma meines Vaters sie sehr vereinnahmt hat. Das liegt aber auch daran, dass sie viele Selbstzweifel hat.

Bin ich gut? Ist das gut? Geht das nicht besser? Guck mal wie die das macht! Das will ich auch können.

Und jedesmal wenn ich eins ihrer fertigen Bilder sehe denke ich:“ Das ist großartig! Du hast dem Tier ein Leben gegeben, das tief berührt, obwohl es „nur“ ein Portrait ist. Für einen Moment spürt man die Seele und das Herz des Tieres. Die Tiefe verfolgt einen auf Schritt und Tritt. Ich will ihr auch Mut machen, damit sie an sich selbst glaubt. Alter hin oder her. Jemand, der solche Bilder malen kann verdient dafür auch Anerkennung und Wertschätzung. Jemand wie meine Mutter drückt ihre Gefühle durch die Kunst des Zeichnens aus. Drückt auch die Liebe über ihre Kunst aus.

Tiere

Weil meine Mutter in ihrem Leben immer von Tieren umgeben war, die ihr viel bedeuten, so begleiten sie auch mich. Und an dem diesjährigen Valentinstag gebührt meine Liebe den Tieren, die zu meinem Leben gehören. Sie haben mich auch mit zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

Ich finde es einfach schön dann solche Bilder meiner Mutter zu sehen und zu sehen, dass viele Menschen auch von Tieren umgeben sind. Und diese Menschen sind meistens liebe und gutmütige Menschen. Wenn also jemand die Liebe zu seinem Tier Ausdruck verleihen möchte, sind die Portaits meiner Mutter ein tolles Geschenk. Für sich selbst, für andere oder um eine Erinnerung an ein Tier zu behalten.

Ich möchte mit diesem Text auch die Liebe zurückgeben, die mir meine Mutter gegeben hat. Die mir die Tiere gegeben haben. Und etwas davon weitergeben.

 

Internat vs. allgemeinbildende Schule

Ich durfte in meinem Leben die Erfahrung mit einem Internat machen. Für 2 Jahre war ich Teil dieses Erlebnisses.

Warum?

Das bayrische Schulsystem war zu meiner Zeit nicht sehr freundlich zu mir. Schon in der Grundschule hatte ich Schwierigkeiten. Ich war eine Träumerin. Wobei ich das Wort damals negativer empfand als es in Wirklichkeit ist. Das Wort Träumer soll in dieser Situation aussagen, dass man nicht bei der Sache war. Dass andere Dinge wichtiger waren als seine volle Aufmerksamkeit den Schulthemen zu widmen. Ich war still und versuchte mich anzupassen. Ja, ich war auch oft in Gedanken woanders. Wo, kann ich nicht sagen, aber anwesend war ich oft nur körperlich.

Dennoch kann man als Lehrer einer Grundschülerin nicht sagen, dass sie wie eine Sirene singen würde oder unter einen Aufsatz schreiben:“Das war wohl nichts!“ Das war demütigend und kränkend. Das schlimmste daran ist ja, dass mein Selbstwertgefühl noch schlechter wurde und das Vertrauen in mich selbst. Ich wurde permanent klein gemacht. Warum weiß ich nicht. Womöglich hat auch mein defensives Verhalten dazu beigetragen.

Damals gab es eine Regel, dass nur ein bestimmter Notendurchschnitt ausreicht, um auf eine Realschule oder ein Gymnasium zu kommen. Meine Eltern wollten gerne, dass ich eine Gymnasiastin werde, da es einfach die längere Schulzeit ist und ich mehr Zeit hätte herauszufinden was ich machen möchte. Sie haben das getan, was sie in ihrer Situation am Besten konnten und dafür haben sie auch gekämpft.

Ich war also eine schlechte Grundschülerin. Eigentlich ist diese Zeit so wichtig, weil sie die Basis für den Rest der Schulzeit legt. Ich hatte null vertrauen in mich und konnte nichts umsetzen, was von mir verlangt wurde. Dafür habe ich mich auch geschämt. Nun stand ich notentechnisch so schlecht da, dass ich eine Aufnahmeprüfung machen musste, um auf ein Gymnasium gehen zu können. Eingeschüchtert wie ich war ging das voll in die Hose.

Was nun? Zurück auf die Hauptschule, von der ich unbedingt weg wollte. Ausgeschlossen! Die lachen mich doch alle aus.

Wir bekamen den Tipp mit dem Internat. Wenn ich dort die 3 Monate Probezeit bestehe könnte ich auf jedes beliebiges Gymnasium gehen. Statt 3 Monate wurden 2 Jahre daraus.

Internat

Ein Internat, das 500km weit weg lag in einem anderen Bundesland. Das Internat war wunderschön und groß. Ein riesiges Gelände. Nette Lehrer und eine übersichtliche Schülerzahl. Die Freizeitangebote waren gigantisch. Von Reiten über Rugby zu Trampolin. Von Töpfern über Kunst zu Musik.

Schulisch kam ich super zu recht. Ich war eine gute Schülerin und kam auch mit den anderen gut klar. Trotzdem ist das Internatsleben kein Zuckerschlecken. Gerade auf diesem gab es auch viele „reiche“ angesehne Familien bzw. Kinder. Polohemdkragen oben, Pullover über die Schultern gehängt und eine geschwollene Sprache. Ein typisches Internatsbild. Trotzdem lag auch ein großer Schatten auf dieser Zeit. Die Trennung von der Familie, die Pubertätszeit und Mobbingthemen. Lehrer hatten eine schwere Zeit mit uns. Sich allen Regeln zu widersetzen und alle Grenzen zu testen. Mir taten sie sehr leid, aber mir waren die Hände gebunden. Mitmachen oder Außenseiter. Das ging ganz schnell.

Es häuften sich die Ereignisse und aus engen Freundschaften wurden Gegner. Und trotzdem kamen auch Freundschaften zustande, die gut und eng waren. Doch es ging einer nach dem anderen vom Internat ab und nach 2 Jahren hatte ich auch genug davon.

Eine sehr intensive Zeit. Und wenn ich mal wieder zum Altschülertreffen kam, wurde mir erst klar, was das für eine Blase war. Ein Konstrukt, das kein Verhältnis zur Außenwelt hatte. Alles spielte sich auf engstem Raume ab. Die Wäsche wurde gewaschen, das Essen gekocht. Alles war da, nur die Schüler mussten die Zeiten einhalten. Alles, was außerhalb war blieb dort.

Das machte es auch schwierig aus diesem geschützten Raum in eine offene Welt zurückzukehren. Sich wieder anderen Themen zu widmen außer Klamotten, Sport und Lästereien.

Ich bin froh über diese Erfahrung, weil ich nur so erkannt habe wie wichtig die Familie ist und wie wichtig der bewusste Kontakt zu seiner Umwelt ist.

Das hat mich sehr geprägt. Falls sich irgendjemand Gedanken über den Schulzweig seiner Kinder macht. Ein Internat hat zwar Vorteile auf Teamgeist und Struktur. Es prägt für den Rest des Lebens. Trotzdem ist die Internatsblase nicht zu verachten und der Weg zurück in ein Leben außerhalb schwer.

Meine Lieblingsbands

 

RedHotChiliPeppersAdam1989

Letzte Woche habe ich über die Verbindungen mit Rise Against geschrieben und dabei kam die Idee auf über die Bands zu schreiben, die eine große Rolle in meinem Leben spielen. Nicht nur meine Lieblingssongs oder die australischen Musiker, sondern auch die, die ich seit Jugendtagen an höre und kenne.

Zu meiner Internatszeit trat eine Band in mein Leben, die heute schon zu den alten Hasen des Rock, Funk, Pop und Alternative gehören. Angefangen hat es mit dem Album By The Way, mit Californiacation und Stadium Arcadium.

Ja, es handelt sich um die Red Hot Chili Peppers. Keine andere Band verkörpert für mich das wilde Rockstarleben der 70er und 80er in L.A inklusive Drogen, Sex und Todesfälle. In ihren Songs sind diese Zeiten permanent präsent. Die Stimme von Anthony Kiedis und das Bassspiel von Flea sind das Herzstück dieser Band. Ganz zu schweigen von den einzigartigen Gitarrenklängen von John Frusciante, auch wenn dieser leider nicht mehr Teil der Band ist.

Was mich an der Geschichte der Red Hot Chili Peppers so fasziniert ist die Freundschaft zwischen Anthony und Flea. Seit Schulzeiten sind das Freunde, die durch die Hölle gegangen sind.

Die einzige Autobiografie, die ich gelesen habe war die von Anthony Kiedis und ich habe sie verschlungen. Ich wurde regelrecht in diese Welt gezogen. Eine Dunkelheit, eine Abartigkeit, die ich nie zuvor gespürt habe. Ich habe gelitten, habe jeden Schuss in die Venen gespürt und jedes Mal hab ich geflucht:“ Nein tu das nicht, nicht jetzt!“

Dieser Junge, der früh mit Drogen und Sex in Berührung kam. Ein Junge, der keine Ahnung von seiner Begabung hatte und dann Jahrzehnte in den Charts zu Ruhm und Ansehen gelangte. Eine fast schon typische Underdog-Geschichte mit Happy End.

Es war tragisch als Hillel Slovak an einer Überdosis starb und den Schwur von Anthony danach nie wieder Drogen zu nehmen und dann durch einen Arztbesuch dummerweise eine Spritze bekam und wieder rückfällig wurde. Ich habe geheult.

Was mich aber auch faszinierte war die Entstehung der Songs. Under The Bridge ist so der bekannteste Song von den Red Hot Chili Peppers und dieser Song erzählt eine Geschichte. Die Geschichte eines einsamen Jungen, der durch L.A fährt und nur noch die Verbundenheit zu dieser Stadt fühlt. Diese Intensität des Songs ist einmalig.

Generell sind die Songs mit einer Harmonie bestückt, die mich immer packt. Da muss ich zwar auch gestehen, dass ich kein großer Fan von Josh bin, aber ich gebe ihm eine Chance. Er kommt nicht ansatzweise an John heran. John hat mit der Gitarre und seiner Stimme für eine Kraft gesorgt. Das war ein typischer Chili Peppers Sound. Bei Stadium Arcedium zum Beispiel sind so geile Soli drin, da schmelze ich dahin. Bei Wet Sand ist das Ende so genial. Ein Höhepunkt.

Desecration Smile ist mit einer Erinnerung verbunden, als ich mit meinem Bruder zusammensaß. Er an der Gitarre und ich habe gesungen.

Ja, die Red Hot Chili Peppers sind mit tollen Erinnerungen verbunden. An Autofahrten mit meinen Eltern, an Zugfahrten und an regnerischen Tagen. Ich singe fast jedes Lied laut mit.

Wenn ich das Intro Höre:“ Hellooooo, helloohoho höre denke ich an Otherside und nicht an Adele.

Wenn ich Dani California höre tanze ich mit.

Wenn ich Especially in Michigan höre muss ich an Löwen und Tieger denken und an Wälder.

Wenn ich Breaking the Girl höre muss ich an gebrochene Herzen und drogennehmende Mädchen denken.

Das einzige, was mir bisher versagt geblieben ist ist, dass ich sie bisher nie Life gesehen habe und das so gerne mal machen möchte. Ich hätte aber gerne John an der Gitarre gesehen. Diese Energie die sie damals hatten ist leider mit der Zeit verloren gegangen. Ich habe großen Respekt vor dem, was sie sich aufgebaut haben. Und Josh ist auch ein würdiger Vertreter für John. Solange die Band aus Anthony, Flea und Chad besteht sind sie zu 3/4 die Red Hot Chili Peppersund für immer in meinem Leben und Herzen verankert.